Dudweiler Grüne fordern eine Helmholtz-Stratgie der Landeshauptstadt für den Stadtbezirk Dudweiler

In einer Pressemitteilung fordert der Ortsverband Dudweiler/Scheidt der Grünen die Landeshauptstadt auf, schnellstmöglich auf die Landesregierung zuzugehen, um in einer gemeinsamen Planungsgruppe Lösungen zu entwickeln, wie die Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums den nach Ansicht der Grünen infolge seiner Eingemeindung Dudweilers gebeutelten Stadtbezirk zum beiderseitigen Nutzen stärken kann. „Der Stadtbezirk Dudweiler“, so die Sprecher der Dudweiler Grünen Löckmann und Lange, „ist mit den Stadtteilen Scheidt und Dudweiler räumlich am nächsten zum Helmholtz-Zentrum gelegen und ist daher so etwas wie das Aushängeschild des Saarlandes für das CISPA. Um dieser Funktion gerecht zu werden und die Ansiedlung für das Helmholtz – Zentrum und den Stadtbezirk zu einer „Win-Win-Situation“ zu machen, bedarf es einer gemeinsamen Planung von Stadt und Land, um die historische Chance zur Weiterentwicklung des Stadtbezirks zu nutzen“.

In einem Impulspapier, das der Redaktion vorliegt, fordern die Grünen unter anderem rasche Investitionen zur Aufwertung der Dudweiler Fußgängerzone und einen Stadtteilmanager oder eine Stadtteilmanagerin, der bzw. die sich aktiv um die Beseitigung der Leerstände und die Ansiedlung neuer Geschäfte, insbesondere eines Lebensmittmarktes im Zentrum Dudweilers kümmert, um weiterer Verödung vorzubeugen und Kaufkraft an Dudweiler zu binden. Ferner müsse der Vermüllung durch mehr Reinigungspersonal und kürzere Reinigungsintervalle entgegen gewirkt und mittelfristig das Saarbahnnetz über die Universität nach Dudweiler verlängert werden.

Um Nachteile für den Stadtbezirk zu verhindern, brauche es einen Erholungsurwald für Dudweiler als Ausgleich für Abholzungen zur Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums sowie verstärkte Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau, um auch künftig ausreichend Wohnraum zur Versorgung der gesamten Bevölkerung vorzuhalten.

„Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, wird eine historische Chance zur Fortentwicklung des Stadtbezirks vergeben. Wenn die Stadt diese Chance nicht entschlossen aufgreift, gibt sie den Stimmen Auftrieb, die die Zukunft des Stadtbezirks in einer eigenständigen Gemeinde „Dudweiler“ besser aufgehoben sehen. Denn eine eigenständige Gemeinde hätte nicht gezögert, den nötigen Planungsprozess offensiv in Kooperation mit dem Land anzugehen“, so die Sprecherin und Sprecher Xenia Löckmann und Jérôme Lange.

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